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Der Wald lebt

Mitte Mai 2019 sind wir wieder im Handthal im Steigerwald. Am Freitag den 17. Mai am frühen Abend erreichen wir das Steigerwald Zentrum und richten uns für zwei Übernachtungen ein. Mit Lagerfeuer, lustigen Gesprächen und heißen Würschtln aus dem Hortentopf vergeht der erste Abend.

Den Samstag haben wir für uns und unternehmen nach einem ausgiebigen Frühstück unter freiem Himmel eine kleine Wanderung zum knapp vier Kilometer entfernten Baumwipfelpfad

BAUMWIPFELPFAD STEIGERWALD

Waldtag 2019 – Der Wald lebt

Wider Erwarten hat es am Samstag Abend nicht geregnet und die Nacht blieb trocken, jedenfalls von Regen. Waldkauz und Nachtigall brechen die Stille.

Sonntag Vormittag richten wir unsere Ausstellung her. Der Nistkasten-Stand wird montiert und bestückt. Die Schaukästen für Federn und Gelege bekommen ihren Platz auf Biertischen. Vor der angrenzten Hecke finden Sperber, Eichhörnchen und Fasan ein Versteck.

Den ganzen Tag über kommen angenehm viele Gäste und zeigen bemerkenswertes Interesse für Wald und Natur.

Der Waldtag wird bei herrlichem warmen Wetter ein schöner Erfolg. Die Gäste, ob groß oder klein finden um das Steigerwald Zentrum abwechslungsreiche Stadtionen und können entdecken, daß der Wald voller Leben steckt und es wert ist das zu schützen.

Fotos

Auf Ansitz

In Eschenbach

Im Mai mit 13 Teilnehmern und 5 Jägern

Waldtag im Steigerwald

Am ersten Wochenende im Mai (5. und 6.) waren wir mit sieben bzw. acht Teilnehmern im Steigerwald. Unter dem Motto “Waldtag 2018 – Wald ist gesund und macht Spaß” wurde die Waldjugend eingeladen ihr Tätigkeitsfeld zu präsentieren.

Die Großveranstaltung wurde durchgeführt vom  Steigerwald-Zentrum. Das befindet sich in Handthal im äußersten Osten des Landkreis Schweinfurt im Gemeindegebiet von Oberschwarzach. Nördlich erhebt sich mit der Stollburg auf dem gleichnamigen Berg, die wir am Samstag nachmittag “erklommen” haben.

Das Steigerwald-Zentrum soll Nachhaltigkeit und Waldbewirtschaftung erlebbar machen. Zahlreiche Aktionen wurden durchgeführt an unterschiedlichen Ständen bis weit in den Wald hinein. Verschiedene Organisationen zeigten dem Besucher die Erlebbarkeit des Waldes.

Bei herrlichem Wetter betreuten wir die Station mit der Nummer eins. Unsere beliebten Schaukästen erzeugten wieder einmal das hohe Interesse. Ebenso konnten wir mit der Darstellung und Erklärung unserer Nistkästen dem ein und anderen Besucher weiterhelfen. Auch auf Station eins hat Simon Tangerding der SDW Bayern kostenloses Informationsmaterial für die Besucher bereitgestellt.

 

 

Wir wurden 50!

Waldjugend Eschenbach i.d.Opf. feiert ihr Jubiläum.  Ein Bericht zum nachträglichen miterleben.

Am 20. Mai 2017 feierte unsere Gruppe mit Mitgliedern und deren Familien, Ehrengästen, Freunden, Politikern und Gründungsmitgliedern ihr 50 jähriges Bestehen. Der Tag zuvor: Gemeinsam trafen wir gegen Nachmittag einige Vorbereitungen, wir spülten Gläser und Besteck, brachten unsere Schaukästen und Fotowände auf ihren Platz, schnippelten Gemüse und Fleisch für unser Wildgulasch und stellten eine Jurte auf unserer Wiese auf. Mit vielen fleißigen Händen, guter Laune, Engagement und den passenden Küchengeräten, für welche sich besonders unsere männlichen Mitglieder interessierten und begeistern konnten gingen die Arbeiten schnell von der Hand. Im Anschluss, erwarteten wir unsere Gäste aus derWaldjugendgruppeKappelrodeck, zu denen wir schon seit längerem Kontakt und eine Freundschaft aufgebaut hatten. Mikesch, Vera und Yannic reisten deshalb aus Baden-Württemberg an, um mit uns unser Jubiläum zu feiern. Gegen Abend trafen sie dann bei uns ein und nach einer herzlichen Begrüßung wurden die drei von uns sogleich mit frisch gegrillten Würstchen und Steaks verwöhnt. Da es draußen mittlerweile stürmte und regnete saßen wir gemütlich vor dem warmen Ofen im Gruppenraum zusammen, aßen, lachten und tauschten Geschichten aus.

Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich einige von uns, um nach hause zu fahren, während die Kappelrodecker und ein paar aus unserer Gruppe es sich auf unserem Dachboden gemütlich machten. Unser kleiner gemütlicher Rückzugsort unter heimischer Flagge

Der Vormittag: Um 9 Uhr trafen wir uns für die letzten Vorbereitungen. Waldjugendfahnen, Bayernflaggen und Wimpel mussten noch aufgehängt und postiert werden. Das Rednerpult bekam noch ein Waldjugendschild, Pavillons, Tische und Bänke mussten aufgestellt und mit vonden Pimpfen selbstgebastelter Deko verziert werden. Auch in der Bastelecke fehlten noch Einzelheiten. Die vonden Eltern &Mitgliedern gebrachten Kuchen und Tortensammelten sich derweil im Kühlschrank und erste Neugierige trafen ein.

Gegen Mittag war der Aufbau dann erledigt und wir konnten eine kleine Pause einlegen, bevor wir um 15 Uhr die ersten Gäste erwarteten. Bis dahin lud die gemütlich hergerichtete Jurtemit ihren selbstgebauten Stühlen und Schafsfellen zum Entspannen ein.

Der Nachmittag: Mittlerweile liegt der feine Duft des vor sich hin köchelnden Wildgulasches in der Luft, vor dem unser „Koch für Fleischspezialitäten“ seit gestern steht und regelmäßig den Löffel schwingt. Die Kuchen wurden angeschnitten, Kaffee gekocht und an der Kuchentheke aufgestellt, bereit um von unseren Gästen verspeist zu werden. Schließlich trafen die ersten Gäste und Pimpfe ein und bedienten sich an unserem frisch gebrühten Kaffee und den allesamt köstlich ausschauenden und schmeckenden Leckereien, welche von Muffins über Erdbeertorte bis zu American Cheesecake mit Himbeeren gingen. Derweil war auch unser Gast Rolf, ein ehemaliger und sosagen vielberüchtigter Waldläufer aus der Rhön eingetroffen und packte natürlich sofort mit an. Getränke-, Kuchen- und Gullaschbar. Und wer nie an seine Freunde denkt……der soll bleiben, wo er ist.

Später am Nachmittag begann der offizielle Teil mit Reden von unserem Horstleiter, dem Landrat, dem Eschenbacher Bürgermeister, dem Stadtrat und mit ein paar kurzen Worten voneinem Gründungsmitglied der Eschenbacher Waldjugend. Schade fanden wir, dass kein Vertreter der SDW, zudem wir als Untergruppe gehören an unserem Jubiläum teilgenommen hat. In einem waren sich alle einig und zwar, dass unsere seit 50 Jahren aktive Gruppe einen guten und auch wichtigen Teil zum Natur-, Umwelt- und Tierschutz zumindest in Eschenbach und Umgebung beigetragen hat und immerstets engagiert und bereit war bei Projekten, Aktionen und Veranstaltungen wie zum Beispiel die alljährliche Waldsäuberung (RamaDama) oder den Aufbau und die Pflege des Waldlehrpfadesmit anzupacken. Darauf sind wir ehrlich gesagt schon sehr stolz, da es uns als einzige Gruppe in ganz Bayern noch gibt und wir so schnell auch nicht aufhören werden!

Als auch die Reden vorbei waren, wurden gegenseitige Geschenke überreicht und angenommen. Von unseren Freunden aus Kappelrodeck bekamen wir einige Fachbücher und speziell für ein Mitglied unserer Gruppe zwei Stücke geräucherten Schinken, da sein Ruf und seine Liebe für solches und ähnliche„Feinkost“ bereitsweit über die Grenzen von Bayern hinaus bekannt sind. Für ihr baldig gebautes Gruppenhaus bekamen die Kappelrodecker von uns ein Gedenkschild überreicht, dass sie an diesen Tag und unsere schon jahrelange Freundschaft erinnern soll. Und dann hieß es „Essen fassen“, Horstleiter Walter Seltmann beim schlemmen Zu später Stunde in guter Runde, ein Mitternachtsschnappschuss.

Schließlich so gegen 18Uhr, als es schon keiner mehr erwarten konnte wurde zu Teller und Löffel gegriffen und das Gulasch aus den zweigroßen Töpfen in Angriff genommen. Es schmeckte hervorragend und wurde von allen gelobt. Nachdem die Kuchenteller, Kaffeetassen und Löffel abgespült und auch mit abnehmender Gästezahl einige Aufräumarbeiten abgeschlossen waren wurde es ruhiger im Gruppenhaus und auf der Wiese. Sprichwörtlich wie im Lied von Mac fanden wir uns als der Abend nahte am Feuerkreis ein, welcher bei uns in der Jurte zu finden war. Vera packte ihre Gitarre und Yannic seine Ukulele aus und wir begannen in gemütlicher Runde am prasselnden Lagerfeuer zu singen. Sozogen die Stunden dahin und wir sangen ein Lied nach dem anderen, manch einer im stillen Gedenken an unserenWaldjugend Liedermacher Mac, der am Dienstag verstorben war.

Schließlich gegen 2 Uhr nachts, als auch die meisten Gäste nach Hause gegangen waren und nur noch der harte Kern übrig war, krochen wir in unsere Schlafsäcke oder verschwanden auf dem Dachboden. Der Tag danach: In der Früh, eine Weile nachdem Rolf sich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof in der Nachbarstadt aufgemacht hatte krochen wir verschlafen aus unseren Schlafsäcken. Wir packten unsere Sachen zusammen und versammelten uns zum Frühstück im Freien. Der restliche Kuchen fand immer noch dankbare Abnehmer und auch das gute Bio Brot ging weg, wie warme Semmeln. Nach dem Frühstück packten wie immer alle mit an, um die Aufräumarbeiten nicht unnötig in die Länge zu ziehen. So wurden die Jurte, die Pavillons und die restlichen Tische und Stühle in kürzester Zeit abgebaut und an ihren ursprünglichen Platz zurück gebracht. Nach getaner Arbeit und einem Abschlusslied verabschiedeten sich die Kappelrodecker, um wieder in die Heimat aufzubrechen und auch wir machten uns auf den Weg nach Hause. Unser Jubiläum ist uns gelungen, was nur dank der vielen fleißigen Hände der Helfer und deren Kuchen möglich war. Wir sind stolz auf 50 Jahre bärenstarke Waldjugendarbeit zurückblicken zu können und freuen uns schon auf weitere zahlreiche Jahre für Natur-, Umwelt- und Tierschutz in Eschenbach, auf Lagern und in einer Gemeinschaft, in der jeder die Waldjugend im Herzen und in Erinnerungen trägt. Das Leben will lodern und flammen, und Freunde, das Leben sind wir!

Text: Vera Geigenmüller
Bilder: Rolf Steigemann

Semmelknödl & Schneeflöhe

Ein kleiner Bericht von unserer Hüttenfreizeit.

Von Freitag, den 20.02.2015 bis Sonntag den 22.02.2015 sind ein paar Eschenbacher Waldläufer aufgebrochen, um ihr Wochenende gemeinsam auf der Hubertus-Hütte in Flossenbürg zu verbringen.

Am Freitagabend um 17:00 Uhr sind wir, nachdem alle Sachen in den Autos verstaut worden waren, von Eschenbach aus aufgebrochen. Bei der Hütte angekommen wurden erst mal die Sachen ausgeladen und verstaut, das Nachtlager aufgebaut und, ganz wichtig! die Öfen angeschürt. Zusätzliche Energie gab’s dann in Form einer Portion Spaghetti, welche die alte Tradition der Erbswurstsuppe verdrängen konnte und allen sehr gut geschmeckt hat. Nach dem Essen sind wir noch gemütlich beisammen gesessen, haben Spiele gespielt und uns unterhalten.

Der nächste Morgen war für einige sehr kalt, als sie aus dem Schlafsack krochen. Unser ehrenamtlicher Heizer und Holzscheitelnachleger hat in der Nacht seinen Dienst verpennt, was aber dank guter Schlafsäcke auch kein Problem war. Nach dem Frühstück, das bei uns immer recht kreative und außergewöhnliche Speise- und Gewürzkombinationen hervorbringt, ging es wieder richtig los. Manche mögen es auf die Abenteuerlust zurückführen, dass sich ein paar von uns mit Schlitten auf den Weg gemacht haben. Allerdings wurden die Schlitten an ein Auto gehängt um so schneller und cooler durch den Wald zu gleiten. Den Ausgang der Aktion konnte man bereits ahnen: Das Auto ist in den Graben gerutscht und musste dann wieder herausgezogen werden. Doch dadurch haben wir uns die gute Laune nicht verderben lassen.

Bis zum Mittagessen haben wir es uns auf unseren Feldbetten und in der Küche gemütlich gemacht und uns mit gegenseitigen Erlebnissen und Geschichten bespaßt. Nach dem Essen, welches allerdings nicht viel zum Erhalt unserer Knoblauchdosis auf Zeltlagern und Hütten beitragen konnte, ging es los die Gegend um Flossenbürg zu erkunden.

Unser Ziel war die Burgruine von Flossenbürg, wo wir nach einem kurzen Zwischenstopp und einem Umweg zum Steinbruch ankamen. Nachdem uns die frische Luft auf dem höchsten zugänglichen Platz der Burg um die Nase geweht war, sind wir zurück zur Hütte gelaufen. Unser Weg führte uns noch in die Gedenkstätte Flossenbürg, die direkt neben dem Nachhauseweg lag. Aus Zeitgründen haben wir nur die Ausstellung in einem Gebäude anschauen können. Die Berichte, Ausstellungsstücke und das Konzentrationslager waren sehr interessant, allerdings auch traurig und bedrückend.

Unser Heimweg führte uns durch den Wald, wo wir viele kleine, schwarze Tiere im Schnee und in unseren vom Hinweg hinterlassenen Fußspuren entdecken konnten. Die erste Aussage, es wären wohl Fichennadeln war wohl nicht ganz richtig, denn wie sich später herausstellte waren es tausende von Schneeflöhen. Wieder in der Hütte angekommen waren wir alle etwas müde und erschöpft, was nicht hieß, dass wir nicht standesgemäß kochen konnten. So machten sich drei fleißige Köchinnen sogleich daran, die Semmelknödel vorzubereiten, während der Schweinebraten derweil im Ofen schmorte. Man muss dazu sagen, dass diese Hüttenfreizeiten bei uns meist mit einem gelungenen Festschmaus ausgestattet sind, da wir uns auf den Hütten vom Alltagsstress erholen und uns für die geleistete Arbeit in den Gruppenstunden und unter dem Jahr belohnen.

Ein paar Stunden später war das Essen dann auch fertig und wir stürzten uns auf die Knödel und auf den Braten. Von den Anstrengungen und Eindrücken des Tages müde und geschafft gingen wir an diesem Abend schon recht früh ins Bett. Na ja zumindest die meisten 😉

Am Sonntagmorgen ging es wegen jahrelangem Training ziemlich routiniert zu, die Nachtlager, Feldbetten und das Gepäck wurden abgebaut und verstaut. Die Räume wurden gekehrt, das Holz aufgefüllt und die gesamte Hütte in ihren Ausgangszustand zurückversetzt. Nach dem Frühstück fuhren wir dann wieder nach Hause. Unsere Hüttenfreizeiten halten wir sehr einfach und wenn man mal kurze Zeit von allen Dingen die man im Überschuss hat weg ist, wird einem klar, wie wenig man doch braucht um leben zu können und glücklich zu sein. Gutes Essen, ein warmes Feuer, einen gemütlichen Schlafsack und gute Freunde reichen völlig aus, zumindest auf einer Hüttenfreizeit.